Pilotprojekt sucht Pilotunternehmen

Die Revision der Norm ISO 9001:2015 stellt neue Anforderungen an den Umgang mit dem Wissen der Organisation (Absatz 7.1.6) und den Kompetenzen der Mitarbeiter (Absatz 7.2).

Mit der Umsetzung dieser neuen Anforderungen soll die Organisation dazu veranlasst werden, sich den Umgang mit dem eigenen organisationalen Wissen und die Nutzbarmachung des Wissens der Mitarbeiter bewusst zu machen und zu verbessern sowie (Wissens-)Risiken zu minimieren.

Die „Wissensbilanz – Made in Germany“ unterstützt Unternehmen, die o.g. Anforderungen voll umfänglich unter strategischen Gesichtspunkten zu erfüllen.

Studienziel

Seit Herbst 2015 befassen wir uns mit den Anforderungen zu „Wissen“ und „Kompetenz“ aus der revidierten Norm ISO 9001:2105 und wie diese Anforderungen umgesetzt werden können.

Zentral sind folgende Forschungsfragen:

  • Wie steuern Unternehmen ihr Wissen und ihren Kompetenzen?
  • Entspricht der aktuelle Status von Wissen und Kompetenzen den strategischen Anforderungen?
  • Mit welchen Maßnahmen lässt sich die Systematik im Umgang mit diesen Ressourcen optimieren?
  • Wie organisieren Unternehmen die Erfüllung der neuen Anforderungen aus der Norm?

Mittels quantitativer Bewertung und qualitativer Befragung entstehen individuelle (und bei Bedarf anonymisierte) Fallstudien zum strategischen Umgang mit Wissen und Kompetenz, die abschließend auch entsprechend den Anforderungen der Norm ISO 9001:2015 strukturiert aufbereitet werden.

Studienteilnehmer gesucht

Gesucht werden mindestens 10 Unternehmen aus dem produzierenden Bereich oder Dienstleistungssektor, die sich im Kontext der (Re-)Zertifizierung mit ihrem Wissen und ihren Kompetenzen befassen und diese Gelegenheit zu einer strategischen Reflexion im Kontext der kontinuierlichen Entwicklung nutzen möchten. Sie beschäftigen ideal mehr als 50 Mitarbeiter und haben bereits Erfahrung mit Managementinstrumenten.

Für KMU aus Nordrhein-Westfalen (Förderprogramm „Potentialberatung“) und Sachsen (Mittelstandsrichtlinie – Einführung einer Wissensbilanz) besteht unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, für die Erstellung einer Wissensbilanz Fördermittel zu erhalten.

Aufwand und Kosten

Die zentralen Overheads der Studie (Konzeption, Projektmanagement, Auswertung und nachfolgende Kommunikation) werden von den Organisatoren getragen. Für die Projektarbeit in den Unternehmen wird die Übernahme der Selbstkosten erwartet. Um diese Selbstkosten möglichst gering zu halten, bieten wir vorrangig auf eine webbasierte Gestaltung, alternativ auf Präsenztermine. Dazu gibt es drei Modelle.

Termine

Anlauf: Q 4/17

Arbeit: Q 4/17 – Q 2/18

Fertigstellung: Q 3/18

Vorgehen

Wir nutzen nach Möglichkeit digitale Interaktion (webbasierter Wissenstransfer, Datenaustausch und Koordination).  Zusätzlich identifizieren wir in drei Workshops vor Ort die Wissensbasis, bewerten ihren strategischen Fit und ihre Wirkung auf die Geschäftsprozesse sowie Ergebnisse und leiten daraus Entwicklungsmaßnahmen ab. Bei Bedarf unterstützen wir auch bei der Dokumentation und Aufbereitung.

Die Studienergebnisse werden in Desktop Research aufbereitet.

Ergebnisstruktur

Der Ergebnisbericht wird folgende Überschriften beinhalten:

  1. Kontext Wissen und QM in der digitalen Wirtschaft und seine Implikation auf Organisationen
  2. Anforderungen aus der Norm ISO 9001:2015
  3. Fallstudien zur Erfüllung der Anforderungen
  4. (sofern sich die Hypothesen bestätigen:) Lessons Learned: Wissen und Qualität als strategische Erfolgsfaktoren
  5. Top 3 der typischen Maßnahmen – in Abhängigkeit vom Reifegrad der Organisationen.
  6. Exklusiv: Projektpartner erhalten eine vollständige Liste von im Projekt bearbeiteten Entwicklungsmaßnahmen.

Alle Beteiligte erhalten vorab die Ergebnisse und können sich in einem Erfahrungsaustausch einbringen.

Weitere Informationen

Aus den Vorarbeiten zu diesem Projekt entstand gemeinsam mit der Gesellschaft für Wissensmanagement und der Deutschen Gesellschaft für Qualitätsmanagement in einer Arbeitsgruppe eine Orientierungshilfe, die auch für diese Studie eine wertvolle Basis bezüglich der Anforderungen bietet. Die Verbindung von Qualitätsmanagement und Wissensbilanzierung wurde 2012 bereits von Günter Hartmann und Peter Heisig in “WISSENSBILANZ UND QUALITÄTSMANAGEMENT – Ergebnisse aus Pilotanwendungen im Mittelstand” bearbeitet.

Zum Thema Wissensbilanzierung und Management immaterieller Ressourcen bauen wir auf dem Handbuch Wissensbilanz auf.

Initiatoren

Diese Studie wird verantwortet und durchgeführt von Günter Hartmann und Manfred Bornemann.

Anfragen an: qm@erfolgsfaktorwissen.de beziehungsweise telefonisch 030/48479110.

Grundlegende Informationen zur „Wissensbilanz – Made in Germany“ finden Sie hier.

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